Warum es sich lohnt, eine datenschutzkonforme Mailingliste zu pflegen

Angesichts neuer Datenschutzbestimmungen wie der DSGVO, der CCPA, der CASL und der NDP sind sich die Kunden mehr denn je des Datenschutzes bewusst – und darüber besorgt.

Viele Verbraucher sind der Meinung, dass sie keine Kontrolle mehr über Informationen über sich selbst haben, was zunehmend zu einem wichtigen Faktor bei Kaufentscheidungen wird.  Eine Studie von PwC hat ergeben, dass 85 % der Verbraucher keine Geschäfte mit einem Unternehmen tätigen, wenn sie Bedenken hinsichtlich dessen Sicherheitsmaßnahmen haben. 

Um in der neuen Datenökonomie erfolgreich zu sein, müssen Unternehmen Cybersicherheit und Datenschutz in den Mittelpunkt ihrer Geschäftsstrategie stellen – nicht nur, um die Einhaltung von Datenschutzbestimmungen zu gewährleisten, sondern auch, um die Herzen der Kunden und ihr Vertrauen zu gewinnen. 

Heute ist die DSGVO der führende Datenschutzstandard und bietet eine wertvolle Vorlage für die Einführung einer Daten-Governance und einer Datenschutzrichtlinie, die den Erwartungen der Kunden entspricht. Erfahren Sie, wie Sie die Prinzipien der DSGVO für den Aufbau und die Pflege einer erstklassigen Mailingliste einsetzen können.

Prüfen Sie, ob Sie grünes Licht haben

Die DSGVO legt fest, dass vor der Kommunikation mit Kunden folgende Voraussetzungen erfüllt sein müssen:

  • Eindeutige, ausdrückliche Zustimmung der Person; oder
  • Nachweis eines berechtigten geschäftlichen Interesses aufgrund einer bestehenden Geschäftsbeziehung mit der Person. Eine bestehende Geschäftsbeziehung liegt vor, wenn:
    • die Person innerhalb der letzten 24 Monate einen Kauf getätigt hat.
    • die Person innerhalb der letzten 12 Monate ein Angebot erhalten, eine Anfrage gestellt, an einem Gespräch teilgenommen oder eine Frage zu einem Produkt/einer Dienstleistung gestellt hat.

Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob dieses Kriterium auf Ihre aktuelle Mailingliste zutrifft, bitten Sie diese Gruppe per E-Mail sich zu registrieren. Dies hat den zusätzlichen Vorteil, dass Ihre Liste eine höhere Beteiligung aufweist, da die Abonnenten bestätigen müssen, dass sie wirklich in Ihre Liste aufgenommen werden wollten. Das macht sie für Ihre E-Mails offener und erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass sie Ihre Inhalte lesen und aktiv darauf reagieren.

Häkchen setzen

Das einfachste Mittel, um sicherzustellen, dass Sie die Zustimmung einer Person erhalten, die sich in Ihre Mailingliste einträgt, ist die klassische Checkbox.

Beachten Sie, dass die Anmeldung zu Ihrer Mailingliste nicht Teil Ihrer übrigen AGB sein sollte, die langatmig und daher etwas unklar sein können. Es genügt ein kurzes, einfaches „Ich möchte Ihren Newsletter erhalten.“ neben einer Ankreuzmöglichkeit. 

Um diese Kästchen in Ihre digitalen Angebote einzufügen, sind auch keine Programmierkenntnisse erforderlich. Mit Online-Tools wie Campaign Monitor und OptinMonster ist das ganz einfach.

Wo fügt man diese Kästchen am besten ein? Wo sollten diese Kästchen am besten platziert werden? Es gibt eine Fülle an digitalen Flächen, in denen man sie einfügen kann. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Werbeangebote, die eine E-Mail-Anmeldung erfordern
  • Am Ende Ihres Blogbeitrags
  • Wenn Sie ein Online-Webinar veranstalten, für welches bei der Registrierung E-Mails erfasst werden
  • Im Rahmen der Anmeldung für Kundenbindungsprogramme
  • Als Popup-Fenster auf Ihrer Website
  • Auf den Kundenrechnungen
  • Bei der Bestellabwicklung in Ihrem Onlineshop
  • Als Link in Ihrer E-Mail-Signatur
  • In Ihren Social-Media-Konten

Schwarz auf weiß

Menschen dazu zu bewegen, sich für einen Newsletter anzumelden, kann man auch auf die althergebrachte Weise tun: mit Stift und Papier. Es ist oldschool, aber es funktioniert.

Ein Formular mit dem Titel „Melden Sie sich für unsere Mailingliste an“, in das die Leute ihre Daten eintragen können, ist so einfach und offensichtlich, dass es kaum eindeutiger sein kann – und es erfüllt seinen Zweck.

Wenn Sie eine dauerhafte Präsenz in einer physischen Geschäftsstelle haben, nutzen Sie den Publikumsverkehr, um neue Abonnenten zu gewinnen. Wenn jemand Ihr Geschäft betritt, dann weil diese Person an dem interessiert ist, was Sie verkaufen, geben Sie ihr also die Möglichkeit, Ihren Newsletter zu erhalten und mehr zu erfahren. Ein einfacher Anmeldebogen neben dem Ausgang oder an der Kasse kann viele wertvolle Kontakte bringen.

Wenn Sie keine ständige physische Präsenz haben, sollten Sie alternativ immer einen Anmeldebogen auf Papier dabei haben, wenn Sie vorübergehend an einem anderen Standort sind. Messen und Kongresse eignen sich zum Beispiel hervorragend, um Menschen zu finden, die an Ihrem Angebot interessiert sein könnten. Noch besser ist es jedoch, eigene Veranstaltungen zu organisieren – ein zwangloses Treffen, ein Mittagessen oder eine Informationsveranstaltung – und bei der Registrierung die E-Mail-Adressen der Teilnehmer zu erfassen. Dabei handelt es sich um ein interessiertes Publikum, also unterschätzen Sie nicht, wie wertvoll das sein kann.

Interesse geweckt? Gut, verlieren Sie es nicht!

Abschließend sollte man folgenden Aspekt der DSGVO im Hinterkopf behalten: „Die betroffene Person hat das Recht, ihre Einwilligung jederzeit zu widerrufen.“ Eine Person kann sich in nur wenigen Sekunden für Ihren Newsletter anmelden, aber Sie müssen ihr genauso schnell eine Abmeldung ermöglichen.

Die Lösung? Sorgen Sie dafür, dass Ihr Inhalt so gut ist, dass die Empfänger jedes Mal weiterlesen wollen, wenn Sie auf „Senden“ drücken. (Und vergessen Sie nicht, immer einen Abmelde-Link in Ihre Nachrichten einzufügen.)

Wenn Ihr kostenloser Newsletter Mehrwert liefert, DSGVO-konform ist und Klicks erzielt, sollte Ihre Liste auch in Zukunft stabil bleiben – und zu Ihrem Erfolg beitragen. Ob er auch intelligenter macht, das hängt von Ihnen ab.